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vallendrael
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Auch ich schreibe gerne einige Gedichte, die darauf warten, gelesen zu werden. Falls sich einer hierher verirrt, würde ich mich über ausführliche Meinungen, Verbesserungsvorschläge etc. freuen.
Ich gedenke, meine Gliederung so zu machen, dass jedes Gedicht einen neuen, eigenen Eintrag erhält. Zudem werden sie chronologisch, also nach Datum des Dichtens, geordnet sein.
Im Voraus schoneinmal: Ich habe ein Gedicht über Vallendraels Leben auf meinem Schreibtisch, doch da ich noch einige Strophen hinzufügen werde, sobald ich eine neue weiße Blume finde (sind bis jetzt "nur" 58 Blumen, also 59 Strophen [die Blumen + eine finale]).
Vallendrael
__________________ Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.
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22.04.2008 21:20 |
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vallendrael
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Land in der Ferne (myself, 2008 )
Wünsche mich an einen See,
An dem ich wie in Träumen steh',
An dem ich meine Träume leb',
Die Wirklichkeit nicht mehr an mich kleb'.
Wünsche mich an einen Berg
Zur Ruhe von meinem Tagewerk,
Schlaf und Sternenlicht,
Doch dich vergess’ ich nicht!
Wünsche mich in die Natur,
Wo die Freiheit sich regt, pur
Und Lebenslust mich verwaltet
Die ew’gen Widersprüche selber spaltet.
Wünsche mich auf 'nen Baum,
Zurück zum Lebenstraum,
Am Rand von Raum und Zeit,
Zwischen Jetzt und Ewigkeit.
Wünsche mich hinfort,
Weg an einen anderen Ort,
Wo noch mehr Freud' und Leben
Ist den Menschen gegeben.
Wünsche mich zu dir,
Doch nur nicht nach hier,
Du, flieg mit mir davon
Zum Himmelhaften Thron!
__________________ Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 22.04.2008 21:22.
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22.04.2008 21:21 |
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vallendrael
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Schlaflied (myself, 2008 )
Beruhige dich, lege dich hin,
Die Nacht bekommt dich nicht,
Denn ich schütze Dich
Vor Tier, Grau'n und schaurigem Alb,
Lass den Traum zu dir dringen, bald
wenn der Abend gestorben und ich bei dir bin.
Schließ' die Augen, sinke hernieder
Die Nacht ist unschuldig, der Stern’himmel
Ein Zeltdach für all das Gewimmel,
Das noch zur späten Abendstund
Tut dem Höchsten Lobpreis kund;
Hör auf meine sanften, ruhigen Lieder.
Nun ist die Nacht gekommen,
Wir liegen Arm in Arm
Und halten uns im Bettchen warm,
Schweben in des Traumes Welt
Und unterm weiten Himmelszelt
Ist die letzte Kerze schon verglommen.
__________________ Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.
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22.04.2008 21:22 |
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vallendrael
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Kreuzzug (myself, 2008 )
Nun steh’ ich auf dem Hügel hier
Und seh’ auf das Schlachtfeld herab
Uns’re Soldaten feiern, trinken Bier
Vergessen den Tag der Schlacht, ihr Grab
Die Feinde liegen auf dem roten Rasen still,
Neben ihnen, in starrem Frieden, uns’re Leute
Mein Blick trifft die Ruhigen, ich ihn doch abwenden will
Hinter mir mit lautem Spaß teilen die Soldaten die Beute.
Nass und rot unsere Gegner, ungläubig
Waren sie, bin ich im Angesicht des Schreckens
Auf dem Felde, das ehemals traubig,
Nun unfruchtbar, die Erythrozyten verdecken’s.
Im Namen des Höchsten zogen wir aus,
Doch ich frage mich, wo war ER,
Als wir das feindlich gesinnte Heer
Zertraten, ähnlich einer kleinen Laus.
Neue Morgenstunde, wir ziehen wieder los
Weitere Feinde der Kirche zu erschlagen
Deus Io volt – Gott will es! Der Glaube ist groß
So geht’s den teuflischen Ketzern an den Kragen.
Erneut ein Hügel, auf dem ich hoch droben steh’,
Meine Mannen durch die Schlachten ich lenke,
Es scheint, den Tod eines jeden ich seh’
An mein eigenes Entschlafen ich alsbald denke.
Der Allmächtige dreht am Schicksalsrad
Auf mich zu kommt der Heerführer
In meinem tiefsten Schmerz rühr’ er
Alsbald sein Schwert in meiner Brust,
Mit dem Blut entweicht meine Frust
Und auf einmal seh’ ich Erlösung im Blutbad.
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22.04.2008 21:23 |
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vallendrael
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Weiße Blüten (Vallendrael 2008 )
Lupine
Unter dem Höchsten diene
Mit Liebe walte
Die Regeln halte
Unter dem Höchsten diene
Lupine
Weiße Rosen
Spendest Almosen
Um jenen, allen
Engeln zu gefallen
Spendest Almosen
Weiße Rosen
Pflaume
Siehst mich im Traume
Verehrst du mein Gesicht?
Bin ich etwa dein Licht?
Siehst mich im Traume
Pflaume
Weißer Klee
Deine Haut wie Schnee
Meine Flügel so hell
Erkennst sie schnell
Deine Haut wie Schnee
Weißer Klee
Weiße Narzissen
Du willst meinen Namen wissen?
Dies ist mein Wort:
Findest ihn am höchsten Ort
Meinen Namen willst du wissen
Weiße Narzissen
Weißdorn
Dem Gefallenen wächst ein Horn
Er wird enthoben seiner Ehre
Das sei uns eine Lehre!
Dem Gefallenen wächst ein Horn
Weißdorn
Birne
Bietest ihm die Stirne
Befreist die Menschenheit
Aus Lug und Eitelkeit
Bietest ihm die Stirne
Birne
Weißer Lotus
Und „Hokus, Pokus“
Wirst erhoben
Weilst im Himmel droben
Hokus und Pokus
weißer Lotus
Märzenbecher
Verscheuchst Schatten mit dem Fächer
Verbreitest Heiterkeit
Erntest Dankbarkeit
Verscheuchst Schatten mit dem Fächer
Märzenbecher
Magnolienstrauch
Unser schöner Brauch
Unser Spiel im Sonnenschein
Woll’n wir froh zusammensein
Unser schöner Brauch
Magnolienstrauch
Schlehe
Du Engellaie, wehe
Erlangst Bekanntschaft
Sonnst dich in ihr’m Saft
Nur ein Engellaie, wehe!
Schlehe
Erbsenpflanze
Forderst mich zum Tanze
Lockst mit gutem Stil
Zu schaurigem Spiel
Forderst mich zum Tanze
Erbsenpflanze
Holunder
Du, ein Engel, ein Wunder!
Misstrauen in mir keimt
Du hast dich eingeschleimt
Was für ein Engel, oh Wunder
Holunder
Apfelblüten
Vor Schuld sollst du dich hüten
Wenn du hier bleiben willst
Deine Sehnsucht stillst
Sollst du vor Schuld dich hüten
Apfelblüten
Dahlienpracht
Ziehst mich an dich mit Macht
Vergebens ich mich wehr
Du begehrst mich zu sehr
Mich an dich ziehst mit Macht
Dahlienpracht
Schneeglocken
Siehst mich bei ihr hocken
Sie weckt die Eifersucht
Und man mich verflucht
Sahst mich bei ihr hocken
Schneeglocken
Eberwurz
Vertraut nur kurz
Mit dem Magier
Meinem Kavalier
Vertraut nur kurz
Eberwurz
Weiße Tulpen
Durch deine Schulden
Meine Freunde verstümmelt
Du, der Täter, verkrümelt
Durch deine Schulden
Weiße Tulpen
Zitrone
Dich nicht mehr schone
Erblindet der Freund
Mit dem ich gestreunt
Dich nicht mehr schone
Zitrone
Taubnessel
Es hält mich die Fessel
Schwarz meine Flügel
Du schaust vom Hügel
Es hält mich die Fessel
Taubnessel
Orchidee
Mein Leid vergehe!
Der Schmerz vom Brand
Der Schuld durch deine Hand
Mein Leid vergehe!
Orchidee
Hortensie
Weit weg ich fliehe
Aus deinen Klauen
Bin ich abgehauen
Weit weg ich fliehe
Hortensie
Edelweiß
Blut’ge Wunden ich reiß’
Vor Trauer und Gram
Vergess’ ich alle Scham
Blut’ge Wunden ich reiß’
Edelweiß
Milchstern
Im Schlafe fern
Man mich für Jahre betäubt
Trotz dass ich mich gesträubt
Im Schlafe fern
Milchstern
Zimmerlinde
Erwacht dank schönem Kinde
Doch Erinn’rung mir fehlt
Schwarzes Loch mich quält
Erwacht dank schönem Kinde
Zimmerlinde
Scheinmohn
Mich holt aus dem Hohn
Mit ihr gefunden
Was war entschwunden
Sie holt aus dem Hohn
Scheinmohn
Löwenmaul
Warst auch nicht faul
Meine Flügel gestohl’n
Ich werd’ sie wiederhol’n
Warst auch nicht faul
Löwenmaul
Weißer Flieder
Du suchst mich wieder
In dieser Stadt auf
Lockst zu dir hinauf
Suchst du mich wieder?
Weißer Flieder
Margeriten
Vermisst unsere alten Riten
Doch schaust du auf mich herab
Bringst mich mit deiner Liebe ins Grab
Vermisst unsere alten Riten
Margeriten
Heidekraut
Da waren wir vertraut
Im hellen Sonnenlicht
Das Freundschaft verspricht
So waren wir vertraut
Heidekraut
Brombeere
Ich stehe am Meere
Da seh’ ich deine Lügen
In himmlischen Zügen
Ich stehe am Meere
Brombeere
Weiße Lilien
Ich stehe auf Sizilien
Du eroberst das Himmelreich
Und bist doch nicht so weich
Da stand ich auf Sizilien
Weiße Lilien
Hyazinthe
Deine Waffe die Tinte
Der Himmel dir gehört
Kein Engel ist empört
Deine Waffe die Tinte
Hyazinthe
Vogelbeere
Verbreitest deine Lehre
Der Himmel dein Spielplatz
Jeder folgt deinem Leitsatz
Verbreitest deine Lehre
Vogelbeere
Schafgarbe
Nicht an meiner Pein dich labe
Dich selbst verletzt
Wenn du meine Folter setzt
Dich nicht an meiner Pein labe
Schafgarbe
Wiesenschaumkraut
Meine wunde Haut
Spüre die frischen Hiebe,
Die Zeichen deiner Liebe
Meine wunde Haut
Wiesenschaumkraut
Kamille
Meinen Blutdurst stille
Bin in seinem Bann
Mich nicht befreien kann
Meinen Blutdurst stille
Kamille
Kirsche
An Schätze mich pirsche
Viel Gesichertes ich raub’
Meine Flügel schwarz und taub
An Schätze mich pirsche
Kirsche
Krokus
Zwei Kinder in meinem Fokus
Eine edle Frau mir verzeiht
Und mich vom Schmerz befreit
Zwei Kinder in meinem Fokus
Krokus
Buschwindros’
Lass sie bloß los!
Heilig und Sommerlich
Sind nicht für dich!
Lass sie nur los
Buschwindros
Erdbeere
Verbreitert die Schere
Du tust ihnen ein Leid
Und ich töt’ dich, so mein Eid
Verbreitert die Schere
Erdbeere
Steinkraut
Du willst mich zur Braut
Doch deine Liebe ich kenn’
Daran ich mich verbrenn’
Mich willst du zur Braut
Steinkraut
Akelei
Durch die Wut frei
Halte auf Distanz
Auch dich ganz!
Durch die Wut frei
Akelei
Pfirsich
Heiligkeit nicht in sich
Mein erster von den drei
Wir brachen bald entzwei
Verderbtheit in sich
Pfirsich
Kartoffel
Sperr auf die Löffel
Den Erstgebor’nen zu retten
Komm ich zu dir, wetten?
Sperr auf die Löffel
Kartoffel
Fingerhut
Es stürzt die Flut
Spült den Sohn fort
An den finstersten Ort
Es stürzt die Flut
Fingerhut
Gänseblume
Mein Schmerz, dein Ruhme?
Verbrennst meine Haut
Gegen dich wächst kein Kraut
Schmerzensschrei zum Ruhme
Gänseblume
Stiefmütterchen
Dein Lächeln wie Bütterchen
In tiefem, dunklem Hass
Ich dich verlass
Dein Lächeln wie Bütterchen
Stiefmütterchen
Nelke
Dein Leben welke!
Für was du mir angetan
Ich nun bin ein Veteran
Dein Leben welke!
Nelke
Forschbiss
Zwischen uns ein tiefer Riss
Auch meine Lieder
Spiegeln ihn wider
Zwischen uns ein tiefer Riss
Froschbiss
Mirabelle
Es schlägt die Welle
Gegen eure „heilig“ Schiff
Ihr fahrt doch gegen ein Riff
Es schlägt die Welle
Mirabelle
Kastanien
Eure Kirche in Italien?
Deine Güte, nur Hohn und Spott
Und immer der gleiche Trott
Eure Kirche aus Italien
Kastanien
Rhododendron
Man nannte mich Metatron
Erinnerst dich an jene Zeit zurück
Auch ich weiß davon noch ein Stück
Dass ich einst war Metatron
Rhododendron
Salomonssiegel
Zeige dir den Spiegel
Doch schaust in mein Gesicht
Siehst dein Spiegelbild nicht
Zeige dir den Spiegel
Salomonssiegel
Weiße Veilchen
“Bleibe noch ein Weilchen!“
Dein Rufen, mein Grauen
Kann dir nicht vertrauen
“Bleibe noch ein Weilchen!“
Weiße Veilchen
Prunkwinde
Ich dich finde
Wir dich bekriegen
Und bald besiegen
Sie dich binde!
Prunkwinde
Sterngladiole
Deine Seele in der Phiole
Sie hält dich gefangen
Kommst nimmer gegangen
Deine Seele in der Phiole
Sterngladiole
Sommeraster
Wieder frei, ohne Laster
Du wandelst nicht lange
Da wird mir wieder bange
Wieder frei, ohne Laster?
Sommeraster
Unter ihnen hab ich dich begraben,
Jetzt um dein früher’ Ich wein
Da du gebetet im Schrein
Nun trägst du ihre Farben
Verschlimmerst meine Pein
Und siehst du meine Narben
Erkennst du nicht dein Sein.
__________________ Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 27.04.2008 21:36.
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27.04.2008 21:29 |
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vallendrael
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Bruderliebe [~ großer Bruder] (myself 2008 )
Sie ruft dich
Ruft zu sich
Auch jetzt wieder
Ertönen ihre Lieder
Ihr Verlocken
Sie will uns schocken
Mit ihrer Gestalt
So kalt
Ich bleibe hier,
Nach Macht gier
Sehe das Unrecht
Warum er? Sprecht
Ihr Frauenbild
Nehmt mich als Schild
Nicht mein Bruder
Sei Euer Ruder
Lasst mich hören
Was soll Euch dran stören?
Ihr seid mein Gott
Treibt keinen Spott
Mit mir
Ich bin Euer, hier!
Weiße Umgebung
Seht meine Regung
Lasst mich berichten
Was geschehn in diesen Schichten
Mein Bruder so taub
Wie welkes Laub
An ihrer Brust
Sein Herz voll Unlust
Ich sehe, ich fühle
Deine Kühle
Deine Abwesenheit
Verweht die Eitelkeit
Die Blumenfrau
Ist da, schau
Wieder nur du
Doch ich schau dir zu
Durch dein Beben
Erwacht ihr Leben
Schwankt mein Streben
Nach ihrer Macht
War das angedacht?
Noch halte ich Wort
Bleibe still an diesem Ort
Ich doch schon zitter
Kann nichts tun, bitter
Wie wirkt’s auf dich,
Verstehst du mich?
Laufe los
Sie, so groß
Doch bleibst du stehen
Ich lass dich nicht gehen!
Halt dich fest
Der Zeremonie, für den Rest
Stummer Streit,
Sie dich befreit?
Du sollst nicht mehr
Leben wie bisher
In unterdrückter Angst
Und um dein Leben bangst
Möchte sie verletzen
Durch mich ersetzen
Bleib bei mir,
Geh nicht zu ihr
Doch muss mich ergeben
Ihrer Macht, unser Leben
Läuft wie bisher
So schwer
Geh nich’!
[eigentlich gehören diese beiden Geduchte, Bruderliebe, nebeneinander, sodass man die anfängliche Unparallelität/ Dissonanz erkennt, die sich langsam zu einer Parallelität/ Harmonie schwingt]
>Bruderliebe< entstand aus dem Wunsch heraus, einen Traum festzuhalten.
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Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 29.04.2008 19:20.
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29.04.2008 19:17 |
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vallendrael
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Ein altes Gedicht, was ich irgendwann mal geschrieben habe, aber immer noch nicht schlecht finde.
Arzala von Zervo
Die höchste Tugend, das höchste Recht in der Kokiwelt
Ist die Freiheit.
Ich bin die Hüterin der Tugenden, wenn man es so nennen will.
Nicht mehr.
Aber auch nicht weniger.
Ich habe das höchste Amt in der Welt inne, die ich mein Eigen nenne.
Ein Wesen, das sich >Alarian< nennt,
Ein Drache ist
Und den Körper eines Kokielben-Engels bewohnt.
Das bin ich,
die Gefangenschaft verachtend,
dem Tod ein Schnippchen schlagend
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05.05.2008 19:09 |
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vallendrael
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Flug eines Schwanes (myself, 2008 )
Roter Ball, Feuerball
bildet auf well’gem Grund
eine goldene Treppe
- Treppe ins Traumreich, Jenseits
Die zu gehen ich nicht wag
doch – wünsche
Feste Treppe, goldbezogen,
will dir folgen in die Welt
hinterm orang’nem großen Tor,
die so hell warm erstrahlt
Zu wenig Glaube
sie wird nicht halten
Scheibe, du sterbende
bleibe, sinke nicht,
scheine auf die Welt,
denn mit deinem Licht
wurd’ mir die
Schönheit, Herrlichkeit
des Augenblicks gewahr
wie einst in jener Nacht,
die aus einem anderen Tod
deiner geboren ward
Da! Schlanker Vogel
rein und weiß aus
der Vergangenheit fliegt
zum Portal, das offen steht
Flügel schlagen, tragen
fort den Himmelsboten,
voll Anmut, nicht berührend
das Wellenspiel
darüber gleitend als
Idee der Freiheit
geht den Weg, der mir verwehrt
Entschwindet zum Tor,
zur Tür, die nie erreicht
vom Menschenfuß
Ach! Ich muss zurück!
Man wartet nicht, doch
muss ich morgen wieder
ein Normaler sein.
Ohne
Gefühl für Lieblichkeit
des Augenblicks,
Flugs
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wer dieses Gedicht wirklich versteht, versteht, welches Gefühl ich dahinter empfunden habe, in einer Woche, in der ich nur von Leuten umgeben war, die mir so gänzlich unähnlich waren und die mich dennoch irgendwie bedrängten und nicht in Ruhe ließen, wer mich versteht, wenn ich sage, dass mir Parties zu flach sind und die Gesprächer solcher Leute, die dort gerne verkehren, es meist auch sind, dem bin ich unsagbar dankbar.
__________________ Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.
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09.07.2008 20:50 |
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vallendrael
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Titellos
Fern am Wald,
Wo Nebel sich regen,
Scheint der helle Mond,
Versucht, den Boden
Aufzudecken, zu erkennen
Was ihm verborgen.
Dort, wo man’s nicht sieht
Nacht, kühle Luft,
Brennt das Feuer
Versucht, die Kälte
Zu vertreiben, zu verbreiten
Was ihm befohlen.
Hoch erhoben
Fern dieser Welt
Schleichen Gedanken
Oh, Philosophie,
Du schöne Redekunst!
Erkenntnis suchst.
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07.02.2010 17:31 |
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vallendrael
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Herbstengels Freiheit (Myself 2009)
Auf; des Sommers langer Traum
liegt im Sterben; geht die Sonne
golden auf goldbraunem Rot
gibt den Flammenfarben Raum
auf den Bäumen, die voller Wonne
genießen ihren jährlichen Tod.
Erwacht aus langen Monaten im Schlaf
kommen hervor die letzten Bilder
einer warmen Zeit und weichen
den kahlen Ästen der Eichen,
die da hängen aus wie große Schilder,
wie es den Beginn der dunklen Zeiten traf.
Im allgemeinen langsamen Sterben
setzt sich gemächlichen Schritts mein Fuß
auf ein letztes Blatt eines Baums,
der noch sucht in ruhigem Werben
den verheißungsvollen warmen Gruß
eines langen Winternachttraums.
Behände und beschwingt ist mein Gang
unter dem grauen, feuchten Himmelszelt
in einer noch feurig roten Allee;
gewartet habe ich auf diesen Tag so lang,
darauf, dass in dieser heißen schnellen Welt
endlich ist vernehmlich der Geruch nach Schnee.
So, während die Tage immer kürzer siechen
und wer vernünftig sich ins Warme zieht,
breite ich meine Schwingen in die Luft hinaus,
um den Duft des Erwachens in mir zu riechen,
zu sehen, was im Dunkeln doch noch geschieht
und zu kommen aus des Sommers zwingend Haus.
Mein Leben ist erst jetzt so richtig erwacht,
nicht meine Zeit sind die langen Sommertage
doch auch nicht der kalte Wintermond,
in dessen lange und finstere All-Nacht
ich die Zeit behutsam hinein bedacht trage,
während ich alles betrachte, was zu sehn sich lohnt.
Kalt und grau mögen die Tage sein
sterben mag in pompösen Zeichen das Laub
und das Getier sich für den Winter rüsten,
doch das letzte Sonnenlicht ist schön und rein
ungetrübt von Hitze und Sommerstaub
hier ist das Leben und nicht in jenen Wüsten!
Meine Gedanken sind kühl der junge Morgen
dieser wunderschönen Jahreszeit
entschwebt mein Geist gen Himmelreich,
denn zu diesen Gezeiten, wer mag sorgen,
wenn alles um den langen Schlafe freit
und mein Herz ist ein Blatt im Teich.
Ich renne, fliege mit dem Winde
klettere mit ihm auf verschlungne Dächer,
erfahre auf diese Weise von geheimen Orten,
in denen ein Spiel versteckt ist vom Kinde
der Mutter Sommer, die da wird schwächer
und mir die Welt anvertraut mit Worten:
„Meine schöne warme Jahreszeit
sieht ihrem ruhigen Ende entgegen
darum bitte ich dich, achte auf die Kinder
dieser weiten Welt und mach dich bereit,
sie zu tragen und dich zu begeben
in den langen Schlaf, den kalten Winter.“
Im Herbst habe ich meinen Platz
bin ein Teil von ihm wie er von mir,
denn ich fliege auf seinen Schwingen
und bin sein innigst gehüteter Schatz,
mit ihm und nie allein überall und hier
unser Ziel ist nirgendwo und wird gelingen.
Frei und ungestört-unbekümmert sind meine Wege
am Himmel sehe ich das Vogelgetier
auf dem Weg in Richtung Hitze, in den Süden,
welcher nur ist etwas für die Müden,
aber ich verbleibe in der Schönheit hier,
bis ich mich zum Winter zur Ruhe lege.
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07.02.2010 17:34 |
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vallendrael
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Tageszeiten (Myself, 2009)
Fliege im Schnee der Altvordern
Tanze mit den Flocken durch den Wind
Spüre ihre sanften Berührungen
Siehe, der Funken in deinen Augen
entspringt bei ihrem Gefühl,
beginnt in dir feurig zu lodern
All deine langen Bemühungen
schmelzen unter ihrer Freudenkraft
und was du so lange ersehntest,
ersteht aus dem Moment des Reigens
So wiege dich mit dem Wind,
tanze auf gefrorenem Schnee
zu den Lüsten des Morgen,
der auf dich wartet unverborgen
in deine Arme seufzend sich lehnt,
um unter deinem heißen Blick
sich und seine Schönheit zu entblößen.
Seidener Hauch in eiskalter Nacht
Wie haben wir heute den Tag verbracht!
Auf gefrorenen Träumen den Wünschen gefolgt
Neben schwebenden Federn haben wir
einander die Hände gewärmt, du mir und ich dir,
doch schon zog uns der Wind der Hoffnung
gen Sonnenaufgang alles Vertrauens entgegen
Unerbittlich, unermüdlich folgte
der Schatten der Neugier, der uns trieb
zu neuen Ufern des Wahnsinns zu gleiten
Dann die Ruhe der Unermüdlichen,
um einen Moment der Trance zu genießen
in schwebender stille Fuß zu fassen
und unsere Ideen, Fantasien ungerührt
unangetastet bis ans Ende aller Furcht
zu den Sternen der Versprechen zu jagen.
Abendstaub vertreibt die Motten der Idiotie
lässt den Feuerwirbel des Horizonts
das Gesicht des alten Erlenelben golden erstrahlen
Halte Abstand, willst du nicht zu seinem Sklaven
in langen Hallen aus undurchdringlichem Laub
um reißende Lichtungen werden und
Mit langen Orkanwächtern um den Glanz
deiner Freiheit ringen, der so nah erscheint.
Doch betrachte ihn um Abendlicht
Seine Augen erwachen, laden zum
Träumen ein. Nimm seine Hand
und führe ihn zum Wasser des Traums
Bade ihn, labe seine Sehnsucht
So wird er dich gehen lassen,
der Nacht des Engels entgegen.
Rattabrand, Komm her! Rattabrand!
Lauf nicht fort, du dummes Tier!
Ich habe hier nen Fisch, aber nur hier!
Versuch nicht wieder, deinen Schatten
wie eine Maus in der Ecke zu fangen.
Ich steh nicht wieder bis zur nächsten
Stunde in der prallen Mittagssonne
und warte, bis du zu kommen geruhst.
Rattabrand, lass den Vogel in Ruh,
du bist ein guter Kater, drum hör mir zu!
Der Mittag, ja der ist ne schöne Tageszeit
dein Nacken wird so warm, dein Fell
streicht sanft gegen meine bloßen Beine
und ich habe Zeit! Zeit für dich,
Lass dich kraulen und iss den Fisch,
denn bis heute Abend komm ich nicht
wieder zur Ruhe und du nichts auf den Tisch.
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Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 02.09.2010 09:38.
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07.02.2010 17:49 |
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vallendrael
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Schwarze Flügel (myself 2010)
Aus meinem Rücken sprießen schwarze Flügel empor
sie ranken sich an den Luftschlössern meines Geistes herauf
gen Himmelsreben sie, lang unbeirrbar stetig
dunkel ausdünnende Äste der Gleichgültigkeit
Von Freundschaften erzählen sie, von meinen Treffen
die nie stattgefunden haben
Ihre Wurzeln tief verankert in meiner Seele
reißen mich mit hinaus aus dieser Welt
In Erhabenheit entfernen sie mein Herz von Bindungen,
die jeder Mensch als natürlich annimmt.
Weiße Flügel müssen euch mit mir tragen
in dem hellen Licht, in dem wir zusammen wandeln
in dieser Helligkeit, die mich an die Wirklichkeit bindet
hier, wo mein Körper dabei ist, meinen Geist zu biegen
und das Leben von Bestimmungen, von anderen diktiert wird.
Schwarze Flügel tragen nur mich allein
in der Dunkelheit, in der kein Mensch mich braucht
in dieser Finsternis, die ganz mir gehört
da, wo mein Geist anfängt, den Körper zu formen
und die Abenteuer von Tatkraft, von Leben geprägt sind.
Und hinab in die Höllenqualen
zum feurig tiefen Schlund
zur Verbrennung der Sünder
zum unbarmherzigen Fürst
Dämonen tanzen um Feuergruben
Teufel schwingen an Beinen Gehängter
Monster spielen in Geweiden Gefolterter
Schrecken jagen verzweifelt Fliehende
deren Hoffnung auf Entkommen
nicht existiert
Untote kriechen auf Gelähmte zu
Verhasste schmiegen sich an Leidende
Welch Gefühl! Tiefer Schmerz! Zerrend Gram!
Über alldem lacht der Lichtträger.
Und hinauf in die Himmelsfreuden
zum sonnigen Paradiesengarten
zur Erlösung der Heiligen
zum gnädigen König
Engel tanzen auf Blumenwiesen
Seraphim singen in Hallen purer Glückseligkeit
Cherubim spielen im sanften Treiben des Windes
Suchende erreichen lang erträumte Ziele
die bei Weitem übertreffen
das Ersehnte
Lahme erlernen feiernd Bewegung
Welch Gefühl! Tiefe Freud! Tosend Glück!
Auf alldas lächelt freundlich der Ewige.
Meine Welten sind diese nicht!
Meine Wege führen woanders hin:
Hinaus in glorreiche Siege,
Hinauf in sprühende Energie,
Auf zur ewigen Jagd nach Wild
zum donnernden Willen des Lebens
Sonnenschein auf meinen Wangen
Freundlich-, Ehrlichkeit und Vertrauenswürde
findet bei mir wer schaut
Mondschein auf meinem Rücken
Abgeschiedenheit, Kampfeslust und Wut
durchwandern meine liebsten Gedanken
Was könnte schöner sein
als der endlose Tanz
auf dem dünnen Grad
zwischen Böse und Gut?
Verankert in dieser Welt
scheint alles zu sein
Eingeschränkt mein Weg
gütig und rein
scheint er zu sein
Gefangen in diesem Körper
weiblich und schön
jung und geschmeidig
schein ich zu sein
Doch wenn das Licht versagt
und die Zeit im Dunkel nimmer nagt
Wenn aus Tag wird Nacht,
die ewig unberechenbare Macht
Wenn der kleine Bruder des Tods ruft
und die sterbliche Welt zur Ruhe durft
Dann tragen dunkle Schwingen unterm Himmelszelt
Dann bin ich nicht mehr ein, sondern wir
Dann beginnt das ware Leben der Unsterblichkeit
Dann erfüllen unerforschte Farben die Sinneswelt
Dann endlich sind alle Bande gelöst.
__________________ Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.
Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 02.09.2010 10:26.
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02.09.2010 10:24 |
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