Bitte votet für uns! :: Anime-Corner Toplist ::     Anime-Toplist.de    

Registrierung Mitgliederliste Administratoren und Moderatoren Suche Häufig gestellte Fragen Zur Startseite Zum Portal
Spirit of Shiroi Kaze » :: Kreativ Area » Schreibtisch » Myselfs Gedichtewelt » Hallo Gast [anmelden|registrieren]
Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Myselfs Gedichtewelt Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Auch ich schreibe gerne einige Gedichte, die darauf warten, gelesen zu werden. Falls sich einer hierher verirrt, würde ich mich über ausführliche Meinungen, Verbesserungsvorschläge etc. freuen.
Ich gedenke, meine Gliederung so zu machen, dass jedes Gedicht einen neuen, eigenen Eintrag erhält. Zudem werden sie chronologisch, also nach Datum des Dichtens, geordnet sein.
Im Voraus schoneinmal: Ich habe ein Gedicht über Vallendraels Leben auf meinem Schreibtisch, doch da ich noch einige Strophen hinzufügen werde, sobald ich eine neue weiße Blume finde (sind bis jetzt "nur" 58 Blumen, also 59 Strophen [die Blumen + eine finale]).
Vallendrael

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

22.04.2008 21:20 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Land in der Ferne (myself, 2008 )

Wünsche mich an einen See,
An dem ich wie in Träumen steh',
An dem ich meine Träume leb',
Die Wirklichkeit nicht mehr an mich kleb'.

Wünsche mich an einen Berg
Zur Ruhe von meinem Tagewerk,
Schlaf und Sternenlicht,
Doch dich vergess’ ich nicht!

Wünsche mich in die Natur,
Wo die Freiheit sich regt, pur
Und Lebenslust mich verwaltet
Die ew’gen Widersprüche selber spaltet.

Wünsche mich auf 'nen Baum,
Zurück zum Lebenstraum,
Am Rand von Raum und Zeit,
Zwischen Jetzt und Ewigkeit.

Wünsche mich hinfort,
Weg an einen anderen Ort,
Wo noch mehr Freud' und Leben
Ist den Menschen gegeben.

Wünsche mich zu dir,
Doch nur nicht nach hier,
Du, flieg mit mir davon
Zum Himmelhaften Thron!

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 22.04.2008 21:22.

22.04.2008 21:21 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Schlaflied (myself, 2008 )

Beruhige dich, lege dich hin,
Die Nacht bekommt dich nicht,
Denn ich schütze Dich
Vor Tier, Grau'n und schaurigem Alb,
Lass den Traum zu dir dringen, bald
wenn der Abend gestorben und ich bei dir bin.

Schließ' die Augen, sinke hernieder
Die Nacht ist unschuldig, der Stern’himmel
Ein Zeltdach für all das Gewimmel,
Das noch zur späten Abendstund
Tut dem Höchsten Lobpreis kund;
Hör auf meine sanften, ruhigen Lieder.

Nun ist die Nacht gekommen,
Wir liegen Arm in Arm
Und halten uns im Bettchen warm,
Schweben in des Traumes Welt
Und unterm weiten Himmelszelt
Ist die letzte Kerze schon verglommen.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

22.04.2008 21:22 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Kreuzzug (myself, 2008 )

Nun steh’ ich auf dem Hügel hier
Und seh’ auf das Schlachtfeld herab
Uns’re Soldaten feiern, trinken Bier
Vergessen den Tag der Schlacht, ihr Grab

Die Feinde liegen auf dem roten Rasen still,
Neben ihnen, in starrem Frieden, uns’re Leute
Mein Blick trifft die Ruhigen, ich ihn doch abwenden will
Hinter mir mit lautem Spaß teilen die Soldaten die Beute.

Nass und rot unsere Gegner, ungläubig
Waren sie, bin ich im Angesicht des Schreckens
Auf dem Felde, das ehemals traubig,
Nun unfruchtbar, die Erythrozyten verdecken’s.

Im Namen des Höchsten zogen wir aus,
Doch ich frage mich, wo war ER,
Als wir das feindlich gesinnte Heer
Zertraten, ähnlich einer kleinen Laus.

Neue Morgenstunde, wir ziehen wieder los
Weitere Feinde der Kirche zu erschlagen
Deus Io volt – Gott will es! Der Glaube ist groß
So geht’s den teuflischen Ketzern an den Kragen.

Erneut ein Hügel, auf dem ich hoch droben steh’,
Meine Mannen durch die Schlachten ich lenke,
Es scheint, den Tod eines jeden ich seh’
An mein eigenes Entschlafen ich alsbald denke.

Der Allmächtige dreht am Schicksalsrad
Auf mich zu kommt der Heerführer
In meinem tiefsten Schmerz rühr’ er
Alsbald sein Schwert in meiner Brust,
Mit dem Blut entweicht meine Frust
Und auf einmal seh’ ich Erlösung im Blutbad.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

22.04.2008 21:23 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
Sioned Sioned ist weiblich
Stammmitglied




Dabei seit: 06.01.2008
Beiträge: 183

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Alsoooo ein großes Lob, ich finde deinen schreibstil wirklich schön und auch die Ideen der Gedichte.
Besonders gefallen tut mir Schlaflied.

Ich hoffe du schreibst noch ein paar =)

__________________
Muhahaha
ich bin nicht gemein-ich bin grausam
ich bin nicht fies-ich bin unfair
ich bin nicht böse-ich bin das böse

Forumskissen

23.04.2008 18:42 Sioned ist offline Email an Sioned senden Beiträge von Sioned suchen Nehmen Sie Sioned in Ihre Freundesliste auf Füge Sioned in deine Contact-Liste ein
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Weiße Blüten (Vallendrael 2008 )

Lupine
Unter dem Höchsten diene
Mit Liebe walte
Die Regeln halte
Unter dem Höchsten diene
Lupine

Weiße Rosen
Spendest Almosen
Um jenen, allen
Engeln zu gefallen
Spendest Almosen
Weiße Rosen

Pflaume
Siehst mich im Traume
Verehrst du mein Gesicht?
Bin ich etwa dein Licht?
Siehst mich im Traume
Pflaume

Weißer Klee
Deine Haut wie Schnee
Meine Flügel so hell
Erkennst sie schnell
Deine Haut wie Schnee
Weißer Klee

Weiße Narzissen
Du willst meinen Namen wissen?
Dies ist mein Wort:
Findest ihn am höchsten Ort
Meinen Namen willst du wissen
Weiße Narzissen

Weißdorn
Dem Gefallenen wächst ein Horn
Er wird enthoben seiner Ehre
Das sei uns eine Lehre!
Dem Gefallenen wächst ein Horn
Weißdorn

Birne
Bietest ihm die Stirne
Befreist die Menschenheit
Aus Lug und Eitelkeit
Bietest ihm die Stirne
Birne

Weißer Lotus
Und „Hokus, Pokus“
Wirst erhoben
Weilst im Himmel droben
Hokus und Pokus
weißer Lotus

Märzenbecher
Verscheuchst Schatten mit dem Fächer
Verbreitest Heiterkeit
Erntest Dankbarkeit
Verscheuchst Schatten mit dem Fächer
Märzenbecher

Magnolienstrauch
Unser schöner Brauch
Unser Spiel im Sonnenschein
Woll’n wir froh zusammensein
Unser schöner Brauch
Magnolienstrauch

Schlehe
Du Engellaie, wehe
Erlangst Bekanntschaft
Sonnst dich in ihr’m Saft
Nur ein Engellaie, wehe!
Schlehe

Erbsenpflanze
Forderst mich zum Tanze
Lockst mit gutem Stil
Zu schaurigem Spiel
Forderst mich zum Tanze
Erbsenpflanze

Holunder
Du, ein Engel, ein Wunder!
Misstrauen in mir keimt
Du hast dich eingeschleimt
Was für ein Engel, oh Wunder
Holunder

Apfelblüten
Vor Schuld sollst du dich hüten
Wenn du hier bleiben willst
Deine Sehnsucht stillst
Sollst du vor Schuld dich hüten
Apfelblüten

Dahlienpracht
Ziehst mich an dich mit Macht
Vergebens ich mich wehr
Du begehrst mich zu sehr
Mich an dich ziehst mit Macht
Dahlienpracht

Schneeglocken
Siehst mich bei ihr hocken
Sie weckt die Eifersucht
Und man mich verflucht
Sahst mich bei ihr hocken
Schneeglocken

Eberwurz
Vertraut nur kurz
Mit dem Magier
Meinem Kavalier
Vertraut nur kurz
Eberwurz

Weiße Tulpen
Durch deine Schulden
Meine Freunde verstümmelt
Du, der Täter, verkrümelt
Durch deine Schulden
Weiße Tulpen

Zitrone
Dich nicht mehr schone
Erblindet der Freund
Mit dem ich gestreunt
Dich nicht mehr schone
Zitrone

Taubnessel
Es hält mich die Fessel
Schwarz meine Flügel
Du schaust vom Hügel
Es hält mich die Fessel
Taubnessel

Orchidee
Mein Leid vergehe!
Der Schmerz vom Brand
Der Schuld durch deine Hand
Mein Leid vergehe!
Orchidee

Hortensie
Weit weg ich fliehe
Aus deinen Klauen
Bin ich abgehauen
Weit weg ich fliehe
Hortensie

Edelweiß
Blut’ge Wunden ich reiß’
Vor Trauer und Gram
Vergess’ ich alle Scham
Blut’ge Wunden ich reiß’
Edelweiß

Milchstern
Im Schlafe fern
Man mich für Jahre betäubt
Trotz dass ich mich gesträubt
Im Schlafe fern
Milchstern

Zimmerlinde
Erwacht dank schönem Kinde
Doch Erinn’rung mir fehlt
Schwarzes Loch mich quält
Erwacht dank schönem Kinde
Zimmerlinde

Scheinmohn
Mich holt aus dem Hohn
Mit ihr gefunden
Was war entschwunden
Sie holt aus dem Hohn
Scheinmohn

Löwenmaul
Warst auch nicht faul
Meine Flügel gestohl’n
Ich werd’ sie wiederhol’n
Warst auch nicht faul
Löwenmaul

Weißer Flieder
Du suchst mich wieder
In dieser Stadt auf
Lockst zu dir hinauf
Suchst du mich wieder?
Weißer Flieder

Margeriten
Vermisst unsere alten Riten
Doch schaust du auf mich herab
Bringst mich mit deiner Liebe ins Grab
Vermisst unsere alten Riten
Margeriten

Heidekraut
Da waren wir vertraut
Im hellen Sonnenlicht
Das Freundschaft verspricht
So waren wir vertraut
Heidekraut

Brombeere
Ich stehe am Meere
Da seh’ ich deine Lügen
In himmlischen Zügen
Ich stehe am Meere
Brombeere

Weiße Lilien
Ich stehe auf Sizilien
Du eroberst das Himmelreich
Und bist doch nicht so weich
Da stand ich auf Sizilien
Weiße Lilien

Hyazinthe
Deine Waffe die Tinte
Der Himmel dir gehört
Kein Engel ist empört
Deine Waffe die Tinte
Hyazinthe

Vogelbeere
Verbreitest deine Lehre
Der Himmel dein Spielplatz
Jeder folgt deinem Leitsatz
Verbreitest deine Lehre
Vogelbeere

Schafgarbe
Nicht an meiner Pein dich labe
Dich selbst verletzt
Wenn du meine Folter setzt
Dich nicht an meiner Pein labe
Schafgarbe

Wiesenschaumkraut
Meine wunde Haut
Spüre die frischen Hiebe,
Die Zeichen deiner Liebe
Meine wunde Haut
Wiesenschaumkraut

Kamille
Meinen Blutdurst stille
Bin in seinem Bann
Mich nicht befreien kann
Meinen Blutdurst stille
Kamille

Kirsche
An Schätze mich pirsche
Viel Gesichertes ich raub’
Meine Flügel schwarz und taub
An Schätze mich pirsche
Kirsche

Krokus
Zwei Kinder in meinem Fokus
Eine edle Frau mir verzeiht
Und mich vom Schmerz befreit
Zwei Kinder in meinem Fokus
Krokus

Buschwindros’
Lass sie bloß los!
Heilig und Sommerlich
Sind nicht für dich!
Lass sie nur los
Buschwindros

Erdbeere
Verbreitert die Schere
Du tust ihnen ein Leid
Und ich töt’ dich, so mein Eid
Verbreitert die Schere
Erdbeere

Steinkraut
Du willst mich zur Braut
Doch deine Liebe ich kenn’
Daran ich mich verbrenn’
Mich willst du zur Braut
Steinkraut

Akelei
Durch die Wut frei
Halte auf Distanz
Auch dich ganz!
Durch die Wut frei
Akelei

Pfirsich
Heiligkeit nicht in sich
Mein erster von den drei
Wir brachen bald entzwei
Verderbtheit in sich
Pfirsich

Kartoffel
Sperr auf die Löffel
Den Erstgebor’nen zu retten
Komm ich zu dir, wetten?
Sperr auf die Löffel
Kartoffel

Fingerhut
Es stürzt die Flut
Spült den Sohn fort
An den finstersten Ort
Es stürzt die Flut
Fingerhut

Gänseblume
Mein Schmerz, dein Ruhme?
Verbrennst meine Haut
Gegen dich wächst kein Kraut
Schmerzensschrei zum Ruhme
Gänseblume

Stiefmütterchen
Dein Lächeln wie Bütterchen
In tiefem, dunklem Hass
Ich dich verlass
Dein Lächeln wie Bütterchen
Stiefmütterchen

Nelke
Dein Leben welke!
Für was du mir angetan
Ich nun bin ein Veteran
Dein Leben welke!
Nelke

Forschbiss
Zwischen uns ein tiefer Riss
Auch meine Lieder
Spiegeln ihn wider
Zwischen uns ein tiefer Riss
Froschbiss

Mirabelle
Es schlägt die Welle
Gegen eure „heilig“ Schiff
Ihr fahrt doch gegen ein Riff
Es schlägt die Welle
Mirabelle

Kastanien
Eure Kirche in Italien?
Deine Güte, nur Hohn und Spott
Und immer der gleiche Trott
Eure Kirche aus Italien
Kastanien

Rhododendron
Man nannte mich Metatron
Erinnerst dich an jene Zeit zurück
Auch ich weiß davon noch ein Stück
Dass ich einst war Metatron
Rhododendron

Salomonssiegel
Zeige dir den Spiegel
Doch schaust in mein Gesicht
Siehst dein Spiegelbild nicht
Zeige dir den Spiegel
Salomonssiegel

Weiße Veilchen
“Bleibe noch ein Weilchen!“
Dein Rufen, mein Grauen
Kann dir nicht vertrauen
“Bleibe noch ein Weilchen!“
Weiße Veilchen

Prunkwinde
Ich dich finde
Wir dich bekriegen
Und bald besiegen
Sie dich binde!
Prunkwinde

Sterngladiole
Deine Seele in der Phiole
Sie hält dich gefangen
Kommst nimmer gegangen
Deine Seele in der Phiole
Sterngladiole

Sommeraster
Wieder frei, ohne Laster
Du wandelst nicht lange
Da wird mir wieder bange
Wieder frei, ohne Laster?
Sommeraster

Unter ihnen hab ich dich begraben,
Jetzt um dein früher’ Ich wein
Da du gebetet im Schrein
Nun trägst du ihre Farben
Verschlimmerst meine Pein
Und siehst du meine Narben
Erkennst du nicht dein Sein.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 27.04.2008 21:36.

27.04.2008 21:29 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Sioned
Alsoooo ein großes Lob, ich finde deinen schreibstil wirklich schön und auch die Ideen der Gedichte.
Besonders gefallen tut mir Schlaflied.

Ich hoffe du schreibst noch ein paar =)


Ich schreibe gerne noch ein paar, allerdings kann das etwas länger dauern.^^° Bin in dem Gebiet nicht ganz so kreativ.
Auch ich mag, wenn ich eines favorisieren sollte, >Schlaflied< am liebsten. Hier ist nun das ulkige, dass ich dieses und >Land in der Ferne< meinem Wölfchen einfach so in's ICQ geschrieben habe und nicht besonders lange darüber nachdachte.^^° (Im Gegensatz zu >weiße Blüten<, meinem längsten Gedicht bisher.^^°)
Ich bedanke mich für deinen Kommentar!^^

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

27.04.2008 21:31 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Bruderliebe [~ kleiner Bruder] (myself 2008 )

Sie ruft mich,
Ruft zu sich
Ich muss folgen
Zur Belohnung golden
Ihrer Anmut

Bist auf der Hut
Jedes Jahr
Wieder wahr
Wen sie ruft
Wer zu ihr durft’

War immer ich
Hast geopfert dich
Ihrer Macht
Gib Acht!
Ich werde bewacht

Mutter, Vater stehen stumm
Neben dir im Sturm
Ihre Fragen
Hört ihr nicht ihr Sagen?
Du bist ihr geweiht

Sprachst du doch den Eid
Als Magier ihr zu dienen
Doch holt sie mich, wie auf Schienen
Muss ihr berichten
Was geschehn in unsren Schichten

Stehst du stumm
Neben den Eltern rum
Im ersten Jahr
Siehst ihr gelbes Haar
Voll Blütenstaub

Deinen Bruder sie raub
Willst ihre Stärke
Mit ihr sein am Werke
Doch sie dich verschmäht
Ihr Blütenduft weht

In mein Gesicht
Fürchte mich nicht!
Es ist wie jedes Jahr
Immer wieder wahr
Warum nicht du?

Schaust ihr zu
Wie dir befohlen
Um dir die Macht zu holen
Die du begehrst
Dir nicht verwehrst

Sie fragt mich aus
In unsrem Haus
Was ist geschehen?
Sie kann’s nicht sehen
Willst du zu ihr?

Ich tausch mit dir!
Dies Jahr lässt du mich nicht gehen
Bleibst nicht mehr stehen
Kennst meine Pein
Bist im Herzen rein

Zu gut für sie
Bitte, flieh!
Und nimm mich mit
Versetz ihr einen Schnitt
Dass sie nicht erscheint

Doch ist sie kein Feind
Jedoch ich fürchte
Ihre Süchte
Ihre Umarmung
Sei deine Warnung

Sie lässt mich nicht gehen
Du musst stehen
Und zuschauen
Bei meinem Grauen
Befreie mich!

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

29.04.2008 19:15 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Bruderliebe [~ großer Bruder] (myself 2008 )

Sie ruft dich
Ruft zu sich
Auch jetzt wieder
Ertönen ihre Lieder
Ihr Verlocken

Sie will uns schocken
Mit ihrer Gestalt
So kalt
Ich bleibe hier,
Nach Macht gier

Sehe das Unrecht
Warum er? Sprecht
Ihr Frauenbild
Nehmt mich als Schild
Nicht mein Bruder

Sei Euer Ruder
Lasst mich hören
Was soll Euch dran stören?
Ihr seid mein Gott
Treibt keinen Spott

Mit mir
Ich bin Euer, hier!
Weiße Umgebung
Seht meine Regung
Lasst mich berichten

Was geschehn in diesen Schichten
Mein Bruder so taub
Wie welkes Laub
An ihrer Brust
Sein Herz voll Unlust

Ich sehe, ich fühle
Deine Kühle
Deine Abwesenheit
Verweht die Eitelkeit
Die Blumenfrau

Ist da, schau
Wieder nur du
Doch ich schau dir zu
Durch dein Beben
Erwacht ihr Leben

Schwankt mein Streben
Nach ihrer Macht
War das angedacht?
Noch halte ich Wort
Bleibe still an diesem Ort

Ich doch schon zitter
Kann nichts tun, bitter
Wie wirkt’s auf dich,
Verstehst du mich?
Laufe los

Sie, so groß
Doch bleibst du stehen
Ich lass dich nicht gehen!
Halt dich fest
Der Zeremonie, für den Rest

Stummer Streit,
Sie dich befreit?
Du sollst nicht mehr
Leben wie bisher
In unterdrückter Angst

Und um dein Leben bangst
Möchte sie verletzen
Durch mich ersetzen
Bleib bei mir,
Geh nicht zu ihr

Doch muss mich ergeben
Ihrer Macht, unser Leben
Läuft wie bisher
So schwer
Geh nich’!

[eigentlich gehören diese beiden Geduchte, Bruderliebe, nebeneinander, sodass man die anfängliche Unparallelität/ Dissonanz erkennt, die sich langsam zu einer Parallelität/ Harmonie schwingt]

>Bruderliebe< entstand aus dem Wunsch heraus, einen Traum festzuhalten.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 29.04.2008 19:20.

29.04.2008 19:17 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Vampirtaumel (myself 2008 )

Helles Mädchen, unschuldig und rein
Der Meister will und wird bei dir sein
Sonne am Tag, dein fröhliches Spiel
Der Meister schleicht in der Nacht zum Ziel

So reißt bald das Raubtier
Deinen weichen Nacken hier
So meidest du das Sonnenlicht
Wie blendend weiß ist dein Gesicht

Bleich’ Mädchen, folgst ihm nun
Erlernst des Vampirs Tun
Auch die Stadt durchziehst
Menschen als Opfer siehst.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

29.04.2008 19:25 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Ein altes Gedicht, was ich irgendwann mal geschrieben habe, aber immer noch nicht schlecht finde.

Arzala von Zervo

Die höchste Tugend, das höchste Recht in der Kokiwelt
Ist die Freiheit.
Ich bin die Hüterin der Tugenden, wenn man es so nennen will.
Nicht mehr.
Aber auch nicht weniger.
Ich habe das höchste Amt in der Welt inne, die ich mein Eigen nenne.
Ein Wesen, das sich >Alarian< nennt,
Ein Drache ist
Und den Körper eines Kokielben-Engels bewohnt.
Das bin ich,
die Gefangenschaft verachtend,
dem Tod ein Schnippchen schlagend

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

05.05.2008 19:09 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Flug eines Schwanes (myself, 2008 )

Roter Ball, Feuerball
bildet auf well’gem Grund
eine goldene Treppe
- Treppe ins Traumreich, Jenseits
Die zu gehen ich nicht wag
doch – wünsche
Feste Treppe, goldbezogen,
will dir folgen in die Welt
hinterm orang’nem großen Tor,
die so hell warm erstrahlt
Zu wenig Glaube
sie wird nicht halten
Scheibe, du sterbende
bleibe, sinke nicht,
scheine auf die Welt,
denn mit deinem Licht
wurd’ mir die
Schönheit, Herrlichkeit
des Augenblicks gewahr
wie einst in jener Nacht,
die aus einem anderen Tod
deiner geboren ward

Da! Schlanker Vogel
rein und weiß aus
der Vergangenheit fliegt
zum Portal, das offen steht
Flügel schlagen, tragen
fort den Himmelsboten,
voll Anmut, nicht berührend
das Wellenspiel
darüber gleitend als
Idee der Freiheit
geht den Weg, der mir verwehrt
Entschwindet zum Tor,
zur Tür, die nie erreicht
vom Menschenfuß

Ach! Ich muss zurück!
Man wartet nicht, doch
muss ich morgen wieder
ein Normaler sein.
Ohne
Gefühl für Lieblichkeit
des Augenblicks,
Flugs

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wer dieses Gedicht wirklich versteht, versteht, welches Gefühl ich dahinter empfunden habe, in einer Woche, in der ich nur von Leuten umgeben war, die mir so gänzlich unähnlich waren und die mich dennoch irgendwie bedrängten und nicht in Ruhe ließen, wer mich versteht, wenn ich sage, dass mir Parties zu flach sind und die Gesprächer solcher Leute, die dort gerne verkehren, es meist auch sind, dem bin ich unsagbar dankbar.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

09.07.2008 20:50 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
Fye-san Fye-san ist weiblich
fleißiges Bienchen




Dabei seit: 13.07.2008
Beiträge: 307

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Also ich finde deine Gedichte toll! Richtig richtig toll...

Hast eindeutig Talent... Kannst froh sein... Ich bin eher die unkreative Ader... Also, ich freu mich auf mehr.

glG Fye-san

__________________

10.08.2008 03:17 Fye-san ist offline Email an Fye-san senden Beiträge von Fye-san suchen Nehmen Sie Fye-san in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Ein Hauch von Unendlichkeit (myself, 2009)

Einen Traum vor Augen,
einen Wunsch auf den Lippen,
einen Duft von Rosen in der Nase,
den Klang deiner Stimme im Ohr,
die Weite der Freiheit im Sinn,
den Sand der Zeit unter den Füßen
und das Licht einer Handlung in Händen:
Im Geiste der Friede des Einklanges

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

09.01.2009 14:11 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Titellos

Fern am Wald,
Wo Nebel sich regen,
Scheint der helle Mond,
Versucht, den Boden
Aufzudecken, zu erkennen
Was ihm verborgen.

Dort, wo man’s nicht sieht
Nacht, kühle Luft,
Brennt das Feuer
Versucht, die Kälte
Zu vertreiben, zu verbreiten
Was ihm befohlen.

Hoch erhoben
Fern dieser Welt
Schleichen Gedanken
Oh, Philosophie,
Du schöne Redekunst!
Erkenntnis suchst.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

07.02.2010 17:31 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Herbstengels Freiheit (Myself 2009)

Auf; des Sommers langer Traum
liegt im Sterben; geht die Sonne
golden auf goldbraunem Rot
gibt den Flammenfarben Raum
auf den Bäumen, die voller Wonne
genießen ihren jährlichen Tod.

Erwacht aus langen Monaten im Schlaf
kommen hervor die letzten Bilder
einer warmen Zeit und weichen
den kahlen Ästen der Eichen,
die da hängen aus wie große Schilder,
wie es den Beginn der dunklen Zeiten traf.

Im allgemeinen langsamen Sterben
setzt sich gemächlichen Schritts mein Fuß
auf ein letztes Blatt eines Baums,
der noch sucht in ruhigem Werben
den verheißungsvollen warmen Gruß
eines langen Winternachttraums.

Behände und beschwingt ist mein Gang
unter dem grauen, feuchten Himmelszelt
in einer noch feurig roten Allee;
gewartet habe ich auf diesen Tag so lang,
darauf, dass in dieser heißen schnellen Welt
endlich ist vernehmlich der Geruch nach Schnee.

So, während die Tage immer kürzer siechen
und wer vernünftig sich ins Warme zieht,
breite ich meine Schwingen in die Luft hinaus,
um den Duft des Erwachens in mir zu riechen,
zu sehen, was im Dunkeln doch noch geschieht
und zu kommen aus des Sommers zwingend Haus.

Mein Leben ist erst jetzt so richtig erwacht,
nicht meine Zeit sind die langen Sommertage
doch auch nicht der kalte Wintermond,
in dessen lange und finstere All-Nacht
ich die Zeit behutsam hinein bedacht trage,
während ich alles betrachte, was zu sehn sich lohnt.

Kalt und grau mögen die Tage sein
sterben mag in pompösen Zeichen das Laub
und das Getier sich für den Winter rüsten,
doch das letzte Sonnenlicht ist schön und rein
ungetrübt von Hitze und Sommerstaub
hier ist das Leben und nicht in jenen Wüsten!

Meine Gedanken sind kühl der junge Morgen
dieser wunderschönen Jahreszeit
entschwebt mein Geist gen Himmelreich,
denn zu diesen Gezeiten, wer mag sorgen,
wenn alles um den langen Schlafe freit
und mein Herz ist ein Blatt im Teich.

Ich renne, fliege mit dem Winde
klettere mit ihm auf verschlungne Dächer,
erfahre auf diese Weise von geheimen Orten,
in denen ein Spiel versteckt ist vom Kinde
der Mutter Sommer, die da wird schwächer
und mir die Welt anvertraut mit Worten:

„Meine schöne warme Jahreszeit
sieht ihrem ruhigen Ende entgegen
darum bitte ich dich, achte auf die Kinder
dieser weiten Welt und mach dich bereit,
sie zu tragen und dich zu begeben
in den langen Schlaf, den kalten Winter.“

Im Herbst habe ich meinen Platz
bin ein Teil von ihm wie er von mir,
denn ich fliege auf seinen Schwingen
und bin sein innigst gehüteter Schatz,
mit ihm und nie allein überall und hier
unser Ziel ist nirgendwo und wird gelingen.

Frei und ungestört-unbekümmert sind meine Wege
am Himmel sehe ich das Vogelgetier
auf dem Weg in Richtung Hitze, in den Süden,
welcher nur ist etwas für die Müden,
aber ich verbleibe in der Schönheit hier,
bis ich mich zum Winter zur Ruhe lege.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

07.02.2010 17:34 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Tageszeiten (Myself, 2009)

Fliege im Schnee der Altvordern
Tanze mit den Flocken durch den Wind
Spüre ihre sanften Berührungen
Siehe, der Funken in deinen Augen
entspringt bei ihrem Gefühl,
beginnt in dir feurig zu lodern
All deine langen Bemühungen
schmelzen unter ihrer Freudenkraft
und was du so lange ersehntest,
ersteht aus dem Moment des Reigens
So wiege dich mit dem Wind,
tanze auf gefrorenem Schnee
zu den Lüsten des Morgen,
der auf dich wartet unverborgen
in deine Arme seufzend sich lehnt,
um unter deinem heißen Blick
sich und seine Schönheit zu entblößen.

Seidener Hauch in eiskalter Nacht
Wie haben wir heute den Tag verbracht!
Auf gefrorenen Träumen den Wünschen gefolgt
Neben schwebenden Federn haben wir
einander die Hände gewärmt, du mir und ich dir,
doch schon zog uns der Wind der Hoffnung
gen Sonnenaufgang alles Vertrauens entgegen
Unerbittlich, unermüdlich folgte
der Schatten der Neugier, der uns trieb
zu neuen Ufern des Wahnsinns zu gleiten
Dann die Ruhe der Unermüdlichen,
um einen Moment der Trance zu genießen
in schwebender stille Fuß zu fassen
und unsere Ideen, Fantasien ungerührt
unangetastet bis ans Ende aller Furcht
zu den Sternen der Versprechen zu jagen.

Abendstaub vertreibt die Motten der Idiotie
lässt den Feuerwirbel des Horizonts
das Gesicht des alten Erlenelben golden erstrahlen
Halte Abstand, willst du nicht zu seinem Sklaven
in langen Hallen aus undurchdringlichem Laub
um reißende Lichtungen werden und
Mit langen Orkanwächtern um den Glanz
deiner Freiheit ringen, der so nah erscheint.
Doch betrachte ihn um Abendlicht
Seine Augen erwachen, laden zum
Träumen ein. Nimm seine Hand
und führe ihn zum Wasser des Traums
Bade ihn, labe seine Sehnsucht
So wird er dich gehen lassen,
der Nacht des Engels entgegen.

Rattabrand, Komm her! Rattabrand!
Lauf nicht fort, du dummes Tier!
Ich habe hier nen Fisch, aber nur hier!
Versuch nicht wieder, deinen Schatten
wie eine Maus in der Ecke zu fangen.
Ich steh nicht wieder bis zur nächsten
Stunde in der prallen Mittagssonne
und warte, bis du zu kommen geruhst.
Rattabrand, lass den Vogel in Ruh,
du bist ein guter Kater, drum hör mir zu!
Der Mittag, ja der ist ne schöne Tageszeit
dein Nacken wird so warm, dein Fell
streicht sanft gegen meine bloßen Beine
und ich habe Zeit! Zeit für dich,
Lass dich kraulen und iss den Fisch,
denn bis heute Abend komm ich nicht
wieder zur Ruhe und du nichts auf den Tisch.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 02.09.2010 09:38.

07.02.2010 17:49 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
vallendrael vallendrael ist weiblich
Jungmitglied




Dabei seit: 03.01.2008
Beiträge: 41

Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       IP Information Zum Anfang der Seite springen

Schwarze Flügel (myself 2010)

Aus meinem Rücken sprießen schwarze Flügel empor
sie ranken sich an den Luftschlössern meines Geistes herauf
gen Himmelsreben sie, lang unbeirrbar stetig
dunkel ausdünnende Äste der Gleichgültigkeit
Von Freundschaften erzählen sie, von meinen Treffen
die nie stattgefunden haben
Ihre Wurzeln tief verankert in meiner Seele
reißen mich mit hinaus aus dieser Welt
In Erhabenheit entfernen sie mein Herz von Bindungen,
die jeder Mensch als natürlich annimmt.

Weiße Flügel müssen euch mit mir tragen
in dem hellen Licht, in dem wir zusammen wandeln
in dieser Helligkeit, die mich an die Wirklichkeit bindet
hier, wo mein Körper dabei ist, meinen Geist zu biegen
und das Leben von Bestimmungen, von anderen diktiert wird.

Schwarze Flügel tragen nur mich allein
in der Dunkelheit, in der kein Mensch mich braucht
in dieser Finsternis, die ganz mir gehört
da, wo mein Geist anfängt, den Körper zu formen
und die Abenteuer von Tatkraft, von Leben geprägt sind.

Und hinab in die Höllenqualen
zum feurig tiefen Schlund
zur Verbrennung der Sünder
zum unbarmherzigen Fürst
Dämonen tanzen um Feuergruben
Teufel schwingen an Beinen Gehängter
Monster spielen in Geweiden Gefolterter
Schrecken jagen verzweifelt Fliehende
deren Hoffnung auf Entkommen
nicht existiert
Untote kriechen auf Gelähmte zu
Verhasste schmiegen sich an Leidende
Welch Gefühl! Tiefer Schmerz! Zerrend Gram!
Über alldem lacht der Lichtträger.

Und hinauf in die Himmelsfreuden
zum sonnigen Paradiesengarten
zur Erlösung der Heiligen
zum gnädigen König
Engel tanzen auf Blumenwiesen
Seraphim singen in Hallen purer Glückseligkeit
Cherubim spielen im sanften Treiben des Windes
Suchende erreichen lang erträumte Ziele
die bei Weitem übertreffen
das Ersehnte
Lahme erlernen feiernd Bewegung
Welch Gefühl! Tiefe Freud! Tosend Glück!
Auf alldas lächelt freundlich der Ewige.

Meine Welten sind diese nicht!
Meine Wege führen woanders hin:
Hinaus in glorreiche Siege,
Hinauf in sprühende Energie,
Auf zur ewigen Jagd nach Wild
zum donnernden Willen des Lebens
Sonnenschein auf meinen Wangen
Freundlich-, Ehrlichkeit und Vertrauenswürde
findet bei mir wer schaut
Mondschein auf meinem Rücken
Abgeschiedenheit, Kampfeslust und Wut
durchwandern meine liebsten Gedanken
Was könnte schöner sein
als der endlose Tanz
auf dem dünnen Grad
zwischen Böse und Gut?

Verankert in dieser Welt
scheint alles zu sein
Eingeschränkt mein Weg
gütig und rein
scheint er zu sein
Gefangen in diesem Körper
weiblich und schön
jung und geschmeidig
schein ich zu sein
Doch wenn das Licht versagt
und die Zeit im Dunkel nimmer nagt
Wenn aus Tag wird Nacht,
die ewig unberechenbare Macht
Wenn der kleine Bruder des Tods ruft
und die sterbliche Welt zur Ruhe durft
Dann tragen dunkle Schwingen unterm Himmelszelt
Dann bin ich nicht mehr ein, sondern wir
Dann beginnt das ware Leben der Unsterblichkeit
Dann erfüllen unerforschte Farben die Sinneswelt
Dann endlich sind alle Bande gelöst.

__________________
Freundschaft ist zart und bedarf einer guten Pflege, damit sie nicht zerbricht.

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von vallendrael am 02.09.2010 10:26.

02.09.2010 10:24 vallendrael ist offline Email an vallendrael senden Beiträge von vallendrael suchen Nehmen Sie vallendrael in Ihre Freundesliste auf
 
Neues Thema erstellen Antwort erstellen
Gehe zu:

Powered by Burning Board Lite 1.0.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH